Down under – zwischen Schafen und Hügeln
Wie begegnen sich 880 Veteranen aus aller Welt auf einer Insel, auf der sich Menschen nur selten treffen? Jürgen Lewandowski begleitete die 2nd Pan Pacific Rallye in Neuseeland
Wenn in Europa Winter herrscht, ist Neuseeland für Bewohner der nördlichen Hemispähre besonders begehrenswert – schon des angenehmen Klimas wegen. Ein idealer Grund also, die 2. Pan Pacific Rallye dort auszutragen – und daran teilzunehmen. Der Ankündigung der Veranstalter hatte man entnehmen können, das etwa 880 Fahrzeuge der Baujahre 1895 bis 1960, und somit natürlich viele Mercedes Oldtimer und Mercedes Youngtimer, an der zweiwöchigen Tour teilnehmen würden – und die Liste der teilnehmenden Marken las sich wie ein „Who is who“ der Marken- Genealogie: Von „AC“ bis „Wolseley“ traten nicht weniger als 132 verschiedene Fabrikate die anstrengenden Etappen an.
Natürlich hatte es sich der älteste Autohersteller der Welt nicht nehmen lassen, bei den Antipoden seine Aufwartung zu machen: Max- Gerrit von Pein hatte einen offenen Benz 18/45 Tourenwagen von 1916, einen der ältesten Mercedes Oldtimer überhaupt, einen Mercedes 28/95 Sport- Phaeton von 1926 und ein Mercedes- Benz 320 Cabriolet D von 1938 in Container packen lassen und auf die sechswöchige Reise um den halben Globus geschickt.
Und da in diesen Tagen auch die neue Mercedes E Klasse ihre Premiere in Auckland erlebte, hatte die Mercedes- Crew ein volles Programm zu absolvieren: Erst die Rallye würdig zu beenden, dann die Niederlassung zu schmücken und dazwischen noch die PR- Termine wahrzunehmen.
Neuseeland ist ein Land voller Hügel und Schafe – auf jeden Bewohner kommen etwa 20 Schafe und zehn Hügel und Berge. Und da sich der Großteil der 3,5 Millionen Einwohner auf die drei großen Städte Auckland, Christchurch und Wellington konzentriert, beginnt schon rasch hinter der Einflugschneise von Auckland eine Landschaft, die von Schafen und Hügeln beherrscht wird, und in der die Menschen so rar werden, das man ihnen schon fast überschwenglich begegnet – man grüßt, hält an, tratscht ein wenig, fragt sich gegenseitig aus und verlässt einander im festen Glauben, Freunde fürs Leben gefunden zu haben. Eben, ein Mercedes Treffen der besonderen Art
Ein Land wie aus einem Kitschroman – so permanent freundlich, interessiert und aufgeschlossen kann doch kein ganzes Volk sein. Oder klappt das alles zwangsläufig, wenn man drei Millionen Menschen auf der Fläche von Großbritannien verteilt und die Faktoren Lärm und Streß aus deren Welt katapultiert? Noch haben wir Zweifel: 880 Oldtimer mit doppelter Besatzung und dem dazugehörigen Troß von Helfern in Palmerstone North, einem 40.000 Einwohner zählenden Flecken zwischen Auckland und Wellington, von einer landwirtschaftlichen Universität geadelt und mit einem Goethe- Institut gesegnet. Der Einbruch in die Einsamkeit mit den Mercedes Oldtimer soll zwei Wochen dauern. Ob das gut gehen wird?
Wie begegnen sich 880 Veteranen aus aller Welt auf einer Insel, auf der sich Menschen nur selten treffen? Jürgen Lewandowski begleitete die 2nd Pan Pacific Rallye in Neuseeland
Wenn in Europa Winter herrscht, ist Neuseeland für Bewohner der nördlichen Hemispähre besonders begehrenswert – schon des angenehmen Klimas wegen. Ein idealer Grund also, die 2. Pan Pacific Rallye dort auszutragen – und daran teilzunehmen. Der Ankündigung der Veranstalter hatte man entnehmen können, das etwa 880 Fahrzeuge der Baujahre 1895 bis 1960, und somit natürlich viele Mercedes Oldtimer und Mercedes Youngtimer, an der zweiwöchigen Tour teilnehmen würden – und die Liste der teilnehmenden Marken las sich wie ein „Who is who“ der Marken- Genealogie: Von „AC“ bis „Wolseley“ traten nicht weniger als 132 verschiedene Fabrikate die anstrengenden Etappen an.
Natürlich hatte es sich der älteste Autohersteller der Welt nicht nehmen lassen, bei den Antipoden seine Aufwartung zu machen: Max- Gerrit von Pein hatte einen offenen Benz 18/45 Tourenwagen von 1916, einen der ältesten Mercedes Oldtimer überhaupt, einen Mercedes 28/95 Sport- Phaeton von 1926 und ein Mercedes- Benz 320 Cabriolet D von 1938 in Container packen lassen und auf die sechswöchige Reise um den halben Globus geschickt.
Und da in diesen Tagen auch die neue Mercedes E Klasse ihre Premiere in Auckland erlebte, hatte die Mercedes- Crew ein volles Programm zu absolvieren: Erst die Rallye würdig zu beenden, dann die Niederlassung zu schmücken und dazwischen noch die PR- Termine wahrzunehmen.
Neuseeland ist ein Land voller Hügel und Schafe – auf jeden Bewohner kommen etwa 20 Schafe und zehn Hügel und Berge. Und da sich der Großteil der 3,5 Millionen Einwohner auf die drei großen Städte Auckland, Christchurch und Wellington konzentriert, beginnt schon rasch hinter der Einflugschneise von Auckland eine Landschaft, die von Schafen und Hügeln beherrscht wird, und in der die Menschen so rar werden, das man ihnen schon fast überschwenglich begegnet – man grüßt, hält an, tratscht ein wenig, fragt sich gegenseitig aus und verlässt einander im festen Glauben, Freunde fürs Leben gefunden zu haben. Eben, ein Mercedes Treffen der besonderen Art
Ein Land wie aus einem Kitschroman – so permanent freundlich, interessiert und aufgeschlossen kann doch kein ganzes Volk sein. Oder klappt das alles zwangsläufig, wenn man drei Millionen Menschen auf der Fläche von Großbritannien verteilt und die Faktoren Lärm und Streß aus deren Welt katapultiert? Noch haben wir Zweifel: 880 Oldtimer mit doppelter Besatzung und dem dazugehörigen Troß von Helfern in Palmerstone North, einem 40.000 Einwohner zählenden Flecken zwischen Auckland und Wellington, von einer landwirtschaftlichen Universität geadelt und mit einem Goethe- Institut gesegnet. Der Einbruch in die Einsamkeit mit den Mercedes Oldtimer soll zwei Wochen dauern. Ob das gut gehen wird?
Autor: J. Klostermann v. wupdes.de